Transferprojekte:
Technologien  für Unternehmen.

Illustration Brandschutz
Mehr Tempo für Innovation: Das Innovationslabor bietet Unternehmen die Möglichkeit, in sogenannten Transferprojekten neue Technologien und Verfahren mit Experten-Know-how aus der Forschung anhand eines konkreten Projekts im Betrieb einfach und unkompliziert auszuprobieren.

Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft gehören derzeit zu den Megathemen für die deutschen Unternehmen. Doch wie lassen sich Internet der Dinge, Künstliche Intelligenz, Blockchain im Betrieb nutzbar machen? Unternehmen, die konkrete Fragestellungen haben, können sich um die Teilnahme an den Transferprojekten des Innovationslabors beteiligen. Für die Forschenden sind solche Transferprojekte ein wichtiges Instrument, um Forschungslücken zu schließen und Forschungsergebnisse in die Praxis zu bringen. Unternehmen bieten sie einen konkreten Mehrwert zur Lösung einer innerbetrieblichen Aufgabenstellung – und sind damit ein Baustein für ein produktives Innovationsmanagement.

Vorteile für Unternehmen

1

Unternehmen können eine konkrete betriebliche Aufgabenstellung angehen und arbeiten auf Augenhöhe mit Expertinnen und Experten aus der Forschung zusammen.

2

Unternehmen können für ihr konkretes Projekt auf neueste Forschungsergebnisse aufsetzen und die Infrastruktur wissenschaftlicher Einrichtungen nutzen.

3

Unternehmen lernen neue Technologien, Methoden und Verfahren kennen, bauen neue Kompetenzen auf und knüpfen Kontakte zu wissenschaftlichen Einrichtungen und zu anderen Unternehmen.

Die Forschenden des InnoLogBat erarbeiten zunächst gemeinsam mit den Unternehmen einen Projektvorschlag, in dem in aller Kürze die Aufgaben und Methoden sowie die Arbeitsteilung zwischen den Forschenden und den Mitarbeitenden des Unternehmens festgehalten werden. Der Projektvorschlag wird dann einem Expertengremium präsentiert. Nimmt das Gremium das Projekt an, konkretisieren die Forschenden den Vorschlag bzw. arbeiten ihn weiter aus. Die Projektarbeit startet jedoch sofort.

Die Themen für die Projekte müssen sich einem der Themenfelder des InnoLogBat – der Lagerung, dem inner- und außerbetrieblichen Transport und dem Supply Chain Management von Batterien – zuordnen lassen.

Erstes Transferprojekt startete im Juni 2023

Sicherheitskritische Reaktionen von Batterien sind bislang nur schwer frühzeitig zu detektieren. Frühwarnsysteme durch Temperaturmessung bieten noch keine ausreichende Zuverlässigkeit für die Anforderungen des Marktes. Im Rahmen des ersten Transferprojekts des Innovationslabors Batterielogistik soll nun ein grundsätzlicher Nachweis zur Wirksamkeit von Sensoren beim Einsetzen einer Havariereaktion erbracht werden. Transfernehmer ist das Unternehmen Cicor Deutschland mit Sitz in Dresden, das seine Gassensoren im Rahmen des Projekts weiter testen und optimieren will.

»Es besteht ein sowohl industrielles als auch öffentliches Interesse in der Evaluierung dieser Technologie – vor allem mit Blick darauf, ob die Zeit von der Alarmgebung bis zur Schutzmaßnahmeneinleitung ausreichend ist, um Havarien wirksam zu unterbinden«, so Björn Krämer vom Fraunhofer IML, im InnoLogBat verantwortlich für die Transferprojekte. »Die geplanten Experimente werden daher einen wertvollen Beitrag liefern, inwieweit eine entsprechende Gasdetektion ein wichtiger technologischer Sicherheitsbaustein für die Überwachung von Lithium-Ionen-Batterien sein kann.«

Das Transferprojekt wird von der Universität Leipzig betreut; für das Training und die Validierung der Sensoren soll die Testinfrastruktur des Fraunhofer HHI genutzt werden.

Projektstart: 1. Juni 2023
Projektlaufzeit: 7 Monate

Neue Bewerbungsrunde

Das Innovationslabor Batterie-Logistik in der E-Mobilität hat eine neue Bewerbungsrunde für die sogenannten Transferprojekte gestartet: Unternehmen, die ein konkretes betriebliches Projekt zur Batterielogistik mit Unterstützung durch die Batterieforscherinnen und -forscher umsetzen wollen, konnten sich bis Anfang November beim InnoLogBat melden. Bis zum 24. November musste dann der Projektvorschlag vorliegen, den die Forschenden gemeinsam mit dem Unternehmen erstellen. Danach entscheidet ein Expertengremium, welche innovativen Ideen realisiert werden. Der Startschuss für die Projektarbeit kann dann am 15. Januar 2024 fallen.

Kontakt

Björn Krämer, Innovationslabor für Batterie-Logistik in der E-Mobilität
c/o Fraunhofer IML
+49 231 9743-180
bjoern.kraemer@iml.fraunhofer.de